07:55 Uhr | Max Schlegel

»Der Türmer wacht! Oder moderner gesprochen big brother ‚überwacht‘?

Der Puls schlägt laut, ich schließe die Augen und öffne sie wieder. Ich taste die Wände mit meinem Blick ab. Ich beginne mich aus meinen vier Wänden heraus zu bewegen. Ein schicker Wagen fährt vorbei und ich lasse mich mitnehmen, an der Maximilianstraße steige ich wieder aus. Die Stadt zeigt mir ihre schönen Seiten. Plötzlich erscheint mir ein älterer Mann; suchend nach Essen im Papierkorb – auch das ist München. Ich gehe zurück zu mir. Mein Blick schweift in die Ferne. Die Berge spitzen im Sonnenlicht hervor und meine geliebte Isar plätschert sanft in die Stadt. Alles fließt!

Plötzlich entdecke ich Mensch und Tier. Bis jetzt alles Einzelgänger. Eine Krähe, einzeln, wie die Fußgänger. Das Licht wird wärmer und die Stadt verändert sich. Paare! Ein Vogelschwarm! Mir wird zugewunken, ich lächle und Glück erfüllt mich. Ich werde mir bewußt:
Aus Einsamkeit wird Gemeinsamkeit.

München erwacht und der Türmer lacht.

Ich schließe dieses wunderbare Projekt ab und danke allen Mitwirkenden für das große WIR!«