16:36 Uhr I Gisela Heitmann

»Wie schnell die Zeit vergangen ist. Eine Stunde lang meinen Garten beobachten, Meisen, Amseln, sogar ein Specht, kommen zu Besuch. Ein Krähenpaar ist wohl schon mit dem Nestbau beschäftigt und fliegt mit gefüllten Schnäbeln hoch am Himmel vorbei. Auf der Hochleite laufen Spaziergänger mit und ohne Hund, Jogger ziehen ihre Runden und ab und an ein Fahrradfahrer. Doch wo sind die Narren? Ist doch Faschingsdienstag heute. Auf wen soll ich denn aufpassen? Das wäre doch meine Aufgabe, oder? Na gut, dann nicht. Dann betrachte ich den Himmel, ist eh schöner. Die Bewölkung lockert sich auf und ein rosa Schimmer zeigt sich. Ein letztes Aufblitzen der Sonne und Erstrahlen einzelner Gebäude. Langsam neigt sich die Sonne dem Horizont zu, dort geht das fahle Gelb langsam in ein sattes Gelborange, dunkles Orange und letztlich in ein wunderschönes, leuchtendes Rot über. Ich glaube, die Sonne ist versunken hinter der Stadt am Horizont. Morgen kommt sie wieder, wie schön. Und schon meldet sich mein Wecker. Für philosophische Gedanken war gar keine Zeit.«

16.02.2021 Gisela Heitmann Aussicht