17:27 Uhr I Judith

»Die Dächer der Stadt, der Flug der Vögel, das Spiel von Sonne  und Wolken – all das ist präsent in dieser Stunde. Immer wieder aber schaue ich nach unten. Mit jeder neuen Ampelschaltung heftet sich mein Blick an ein Auto, eine Radlerin oder einen Fußgänger. Ich folge ihren Wegen. Manche sind vorhersehbar, andere Routen kommen nur ein einziges Mal vor. Sobald ich sie nicht mehr sehe kann, setze ich ihre Wege gedanklich fort. Dabei tauchen Erinnerungen auf, an Ereignisse, Erlebnisse und Menschen. Und die Vorfreude auf all die noch nicht beschrittenen Wege, die noch nicht getroffenen Menschen, all das noch Unbekannte in dieser schönen Stadt! Ein Tag ist zuende, ein Jahr geht zur Neige und dennoch schweift der Blick frohgemut in die Ferne .«

13.10.2021 Judith Aussicht