19:51 I Jochen Laub

»Das Wetter hat der Stadt die Schau gestohlen. Ein Spektakel, wie es sich kein Filmemacher dramatischer hätte ausdenken können. Zunächst windstille Schwüle, dann saust das Gewitter heran mit dunkelgrauem Wolkengebirge, Sturm und Blitzen. Eigentümlich geborgen fühle ich mich trotz des Tosens da draußen in meinem kleinen Holzkubus. Bloß kurz huscht der Gedanke vorbei: Ist er auch wirklich sturmfest? Aber da taucht mich auch schon die Sonne in goldenes Licht, am anderen Ende der Stadt haben sich die Wolken schon wieder verzogen, während hier noch der Regen gegen das Fenster prasselt. Fast wie aus dem Schulbuch: Langsam aufrichtendes Drama, Katharsis und schließlich Erlösung. Und das alles in einer Stunde! Es war ein sehr überzeugendes Drehbuch. Vielen Dank für diesen Abend. Der Film wird noch lange vor meinem inneren Auge ablaufen.«