05:31 I Thomas Lechelmayr

»Schon bei der Anfahrt mit dem Rad fällt mir der beleuchtete Kubus auf und ich freue mich auf den Ausblick, der mich erwartet. Beim Aufstieg überrascht mich, wie hell es bereits vor Sonnenaufgang ist und wie weit man in die Ferne sehen kann. Im Türmerstüberl angekommen, sind es zunächst die vielen Kräne, die ins Auge fallen. So als ob sich die Stadt über Nacht herrichten lässt. Dann dieser kurze Augenblick, wenn die Sonne aufgeht und die Häuser langsam von oben nach unten beleuchtet. Vor dem Aufgang war die Stadt ein Dächermeer, jetzt blitzt und leuchtet es überall, und man weiß gar nicht, wohin man überall schauen soll. Und dann, so schnell wie sie gekommen ist, verschwindet die Sonne hinter den Wolken und es wird wieder ruhiger. Die Stadt dreht sich nochmal um, es war noch nicht Zeit zum Aufstehen.«