20:13 Uhr I Christina Neumayer

»Türmer – komisches Wort, woran soll ich da denken? Auf jeden Fall hoch oben, im Turm, ein bisschen türmen. Über der Stadt türmen? Thronen? Oder einfach nur Schauen? Nach einer Zeit fangen die Gedanken an, zu fließen. Dieses Türmen ist wie das Leben. Ein Raum, der viel zu bieten hat – wie das Leben. Man fängt irgendwo an und geht immer weiter / kommt immer weiter nach vorne und – siehe da – man bekommt immer mehr zu sehen. Von der Stadt München und vom Leben, soviel zu erleben und zu entdecken. Und je weiter man nach vorne geht, desto größer wird der Horizont / das Blickfeld. Neue Perspektiven ergeben sich mit jedem Schritt nach vorne. Es wird dunkel und fängt an zu regnen. Plötzlich sieht alles anders aus, dunkel, grau, alles wirkt anders. Der Regen plätschert – erst leise, dann laut. Man fängt an, im Regen und seinem Klang Beruhigendes und Schönes zu finden. Der Regen klingt überall anders; vorne, hinten… Die Stadt sieht anders aus. Das Leben hat viel zu bieten, man muss nur zuhören und zusehen, regelmäßig den Winkel wechseln und überall das Schöne sehen / hören / finden.  Wie beruhigend und zugleich motivierend. Türmen – sich sein eigenes Leben zurecht türmen, das ist schön. Danke.«

08.07.2021 Christina Neumayer Aussicht