05:23 Uhr I Karl Kuno Kübler

»Bedeckt. Leichter Regen beginnt. Die Sonne lässt heute auf sich warten. Das Buch mit dem Märchen „Der kleine Tag“ in meiner Tasche (Lucy Körner Verlag). Der Verkehrslärm am Morgen ist schon bestimmend. Wie wäre ein Tag ohne Lärm in der Stadt. Musik aus allen Fenstern. Die Colibris mit der 5. Symphonie und ihrer Body Percussion auf Großleinwänden. Morgenmeditationen in allen Parks, z. B. die 4-Himmelsrichtungen. Oder doch schnell zum Marienplatz und mit dem Personalreferenten und dem OB zum Qi Gong. Was wäre das für ein Erwachen und in den Tag Gehen? Ich blicke auf das Müllersche Volksbad mit seinen Regenbogenfahnen. Dort habe ich Schwimmen geübt. Im Deutschen Museum stehen die Niedertemperatur-Stirlingmotoren von Prof. Ivo Kolin, den ich sehr schätzte.

Ohne Tram fehlt mir etwas (aktuell Baustelle). Was war das für ein Kampf in den 80er Jahren für den Erhalt der Straßenbahn. OB Kiesl und die SWM wollten sie unbedingt abschaffen. Dem Münchner Forum und seinen Streitern, u. a. Karl Klühspies sei gedankt. Ob meine Diplomarbeit über den ÖPNV und die Tram (1983) bei den Stadträten und in der Stadtverwaltung etwas bewirkt hat? Ich habe sie ihnen mehrmals vorgelegt. Der Umweltpapst Frederic Vester ist bis heute nicht mit seinem vernetzten Denken durchgedrungen. Die Systemstudie zum Schlacht- und Viehhof unter dem grünen Referenten Georg Welsch blieb ein Solostück (1996!). Meine Mutter lebte von 1927 bis 2017 in München. Ein Münchner Kindl. Nur von 1958 bis 1965 war sie in Addis Abeba, Äthiopien. Sie hat die Zerstörung Münchens erlebt, beim Wiederaufbau mitgeholfen. Möge München von Zerstörungen verschont bleiben. Der Hagel 1984 reichte! Heute wünsche ich allen Münchnerinnen und Münchnern sowie allen Gästen ein gutes Gelingen ihres Tagwerks:

Ruhig und besonnen, innerlich zentriert und fokussiert, die innere Stimme hörend, reflektiert handelnd,
offen für aufrichtige Rückmeldungen von den nächsten Mitmenschen, die Wahrheit erkennend, Lügen und Manipulation entlarvend.

Ein Dank an Günter Wallraff und seine Arbeiten und Recherchen. Mir fehlen jetzt Menschen wie Carl Amery und Prof. Hans-Peter Dürr! Der Referent des Mobilitätsreferates hat eine große Aufgabe vor sich. Möge er das Politiklabor mit den Ergebnissen der systemischen Aufstellungen mit einbinden zum Wohle aller! Möge München seinen Charme bewahren und ein liebenswertes Millionen-Dorf bleiben!«

07.07.2021 Karl Kuno Kübler Aussicht