20:17 Uhr I Brit Raber

»Ich atme ein. Wilder Himmel, rechts ein heller Streifen, links dunkler Sturm, Tag + Nacht = Gleiche?! Schwarz weiß, hell dunkel wie ein dunkles Himmelsschiff zieht der Sturm von Süden gen Stadt. Dazwischen Verkehr, Hupen, Sirenen, Menschen, denen ich winke, 2 winken zurück. Autos in endlos erscheinenden Ketten, hört das je auf? Die Lichter gehen an, bunte Kräne, Häuserwände, das Himmelsschiff zieht immer weiter, Blitze wie aus National Geographic Reportagen stechen raus. Himmelsleuchten, entferntes Grollen. Es wird dunkel, obwohl es eigentlich noch hell ist. Das Schiff breitet sich aus, mehr Blitze, der Sturm hat die Stadt erreicht. Regenschirme öffnen sich, Regen prasselt wie fallende Sterne silber glitzernd auf München. Die Menschen werden weniger, die Stadt ist eingehüllt von Donner, Blitz, Regen. Die Natur gewinnt Oberhand. Wind weht, irgendwie bleibt die Zeit stehen, die Zeit vergeht rasend schnell. Ich atme aus. Stehe im Bilderrahmen aus Licht. Vor mir MUC – die stürmische Stadt. Ein schwarzgrauer wilder Himmel.«

 

Brit Raber