19:53 I Michael Jetzig

»Wow, ganz schön hoch, war mein erster Gedanke. Schritt für Schritt habe ich mich näher an das Fenster getraut. Von Minute zu Minute wurde das Vertrauen größer, dass ich vor der Scheibe ganz sicher stehe. Gleichzeitig kehrte eine innere Ruhe ein und ich nahm die Umgebung immer intensiver wahr. Geräusche: Das monotone Brummen der Großstadt. Ein leichtes Auf und Ab, immer wieder unterbrochen von Musik aus Autos, Glockengeläut, Sirenen von Krankenwagen oder dem Motorengesäusel von Sportwagen. Alles nimmt man hier oben intensiver wahr. Licht: Die Sonne malt die Häuser mit ihrem Licht regelrecht an. Je weiter sie untergeht, desto stärker werden die Kontraste zwischen den Schatten- und Lichtseiten. Zum Schluss leuchten nur noch einzelne Punkte an den Dächern und Fassaden, dann ist die Sonne weg. Ein schönes Erlebnis. Vielen Dank.«