05:45 I Adriane Winter

»Was für ein Glück. Ein traumhaft schöner Tag, an dem ich über meine Stadt blicken darf. Ich kann den Sonnenaufgang zwar nicht direkt sehen. Aber in den Fenstern spiegelt sich die Sonne. Und Schritt für Schritt tritt die Zugspitze aus der Dämmerung hervor. Schön sieht sie aus, die Stadt. Erstaunlich wach und doch voller Ruhe. Da ich nur einen Steinwurf entfernt wohne, kommt es mir fast so vor, als würde ich die Stadt von meinem Zuhause aus beim Aufwachen beobachten. Zu gern würde ich diesen Blick mit meinem kleinen Sohn teilen und ihm alles zeigen. Mir kommt es so vor. Als würde sie – die Stadt – und ich noch viel zusammen erleben, als wären wir noch lange nicht fertig miteinander. Eine schöne und erfüllende Aussicht. Ich habe mich übrigens vorher gefragt, was mir wohl während der Stunde so durch den Kopf geht. Irgendwann ist mir dann aufgefallen: nichts. Ganz lang habe ich einfach nur geschaut, genossen und an nichts gedacht. Ein wirklich tolles Erlebnis. Danke lieber Matthias, dass du mit das geschenkt hast! Und danke, Uli und Christoph, dass ihr mich mit ›vorbereitet‹ habt.«