07:01 Uhr I Emilie Orthen

»Der Weg am Morgen Richtung Gasteig war wunderbar, kein Mensch war auf der Straße und der Vollmond leuchtete mir entgegen. Oben im Turm angekommen: die Stadt liegt friedlich vor mir und langsam verblasst der Mond. Ich betrachte sie wie ein großes Bild und frage mich, wie sie wohl früher aussah. Mein Blick schweift weiter. Auf der Straße kriecht ein rotes Auto langsam über weiße Striche und gelbe Pfeile in Richtung Deutsches Museum, dahinter dominiert das Patentamt und stört meinen Blick. Mein Blick wandert weiter und ich entdecke die vielen Uhren, die mir die Zeit anzeigen. Langsam geht die Sonne auf und gibt der Kulisse eine warme Ausstrahlung. Ein Jogger hat mich entdeckt und winkt mir zu, ich winke zurück. Er schien erfreut zu sein. Krähen fliegen kreischend in Richtung Isar und verschwinden hinter den Bäumen. Mein Blick schweift weiter und entdeckt in der Ferne die Windräder. Langsam fühle ich mich eingeengt und möchte lieber im Freien stehen. Es war ein wunderbares Erlebnis und für mich wie eine Meditation.«

28.03.2021 Emilie Orthen Aussicht