17:31 Uhr I Beate von Bremen

»Oh – was für ein Erlebnis. Ich bin noch nicht wieder auf dem Boden! Der Tag hätte nicht schöner sein können. Keine einzige kleine Wolke am Himmel und ich in heller Vorfreude. Ich schaue schon immer sehr gerne von oben runter. Mache mir ein Bild aus der anderen Perspektive. Die Sonne steht 4 Finger breit überm Horizont und scheint krass hell. Man sieht alles, was München zu bieten hat und nicht im Osten liegt. Einschließlich der Zugspitze – ein extra Geschenk! So liegt die Stadt da, ganz flach in ihrer Schotterebene. Interessanterweise nimmt sie mit zunehmender Zeit und sinkender Sonne immer mehr an Kontur an, wird plastischer. Es entstehen in meiner Wahrnehmung bewegte Hügel mit Kirchen drauf und Täler zwischen den Häusern. Nicht zuletzt das Isartal. In der letzten Viertelstunde wird’s magisch. Das Licht verändert sich jetzt minütlich und erzeugt Alpenglühen an den verspiegelten Hochhausfassaden und Kränen. Diese Zeit berührt mein Innerstes am stärksten und vergeht am schnellsten – bis unsere Sonne mit ihrer Wärme und Lebenskraft verschwindet. Aber sie ist nicht weg, wie wir alle wissen. Der nächste Türmer wird sie morgen begrüßen. Mit allen Münchner Türmern fühle ich mich angenehm verbunden, freue mich, an diesem tollen Projekt teilnehmen zu dürfen und danke Dir, Joanne, sehr herzlich.«

24.03.20210324_Beate_von Bremen_Aussicht_bearbeitet