16:30 Uhr I Christoph Schröter

»Die Gunst der Stunde wollte ich dafür nutzen, abzuschalten. Damit meine ich, mich einmal für diese Zeit von nichts ablenken zu lassen und zu entspannen. Anfangs fiel mir das nicht leicht, weil ich vor der großen Herausforderung stand, im Anschluss einen Text aufs Blatt bringen zu müssen. Warum? – Ich schreibe nicht gerne lange Texte und habe mich ständig gefragt, ob mir überhaupt etwas einfallen würde. Nach einiger Zeit Nachdenken, ist mir gekommen, dass es sinnlos ist, auf Druck mir etwas einfallen zu lassen. Letztendlich mache ich hier freiwillig mit und MUSS nicht unbedingt einen Text schreiben, sondern DARF (oder habe die Möglichkeit dazu). Sätze wie z.B. „Was soll denn groß passieren?“ und „Es gibt wichtigere Dinge im Leben.“ sind mir durch den Kopf gegangen. Mit diesen Gedanken fiel es mir plötzlich einfacher, mich loszulösen, zu entspannen und den wehenden Blättern des Baums im Hintergrund zuzugucken.

Was ziehe ich für einen Rückschluss daraus? Es ist auch mal gut, Aufgaben, die anfangs einen zu überrrollen scheinen, einfach auf sich zukommen lassen und nicht groß über das Ergebnis nachzudenken. Es hilft nicht weiter, sich unnötigerweise Gedanken über den Ausgang zu machen, denn das stoppt den kreativen Fluss. Ersetzt man das „Ich muss…“ mit „ich darf…“ oder anderen positiv assoziierten Sätzen, so löst man den Druck und kommt gelassener und einem eventuell besseren Ergebnis ins Ziel. PS: Ich hätte mir nicht träumen lassen, so viel zu schreiben 😄.«

12.02.2021 Christoph Schröter Aussicht