07:59 Uhr I Manuel Gollner

»Nebel, -5 Grad. Es war eine besondere Zeit für mich, obgleich in Gefühl und Gedanken und Ausrichtung im Außen, bei den Anderen, der Anderen. Den Anderen, das waren JoggerInnen, Hunde und BegleiterInnen, ein Kind, spielend auf dem Eis, viele Helfer, um Müll zu entsorgen, Wege zu streuen. In Gedanken bin ich verbunden mit der Vergangenheit. Ich blicke auf meine Spuren im Sommer, auf dieser Wiese, voll von Menschen, Tieren, Leben. Meine Gedanken blicken zurück auf die Andere, unsere Stadt. Sie ist im Nebel nur leicht zu erahnen. Ich sende ihren Anwohnern gute Gedanken zu, gute Wünsche. Mein Blick haftet wieder auf der kleinen Gruppe Bäume, die auf der Wiese steht. Ganz oben sitzt immer wieder einmal ein Vogel. Stoisch wie ich selbst, nimmt er vielleicht sein Umfeld wahr. Die Andere, unsere Erde, begleitet uns, trägt uns, stellt sich bereit. Im Strom ihres Seins sind wir ein Augenblick. Liebevoll nimmt sie uns auf. Es ist eine schöne Zeit für mich. Ich spüre Kälte aufsteigen, ich fühle mich eingehen in die Natur, am Rand zwischen Erde und Kosmos. Mein Wecker klingelt. Liebevoll holt er mich zurück in mein Sein. Danke für die schöne Zeit mit Euch allen.«